Tipps für eine gute Mundhygiene

Von Bürsten und Pasten

 

Im genauso überschaubaren und ländlichen Sankt Ingbert, der Kleinstadt mitten im Saarland, wohnt eine ganz besondere Familie. Jochen ist de Herr im Haus und Vater zweier Kinder. Seine Tochter Laya geht zur Grundschule und ihr jüngerer Bruder Thorsten besucht noch den Kindergarten. Maria ist die Mutter der Beiden und stammt aus Andalusien.
Wir haben die Vier im Interview über ihre Gewohnheiten beim Zähneputzen befragt. Was dabei herauskam ist erstaunlich.

 

„Herr Dornengebüsch, wie oft putzen Sie Ihre Zähne?

Ich putze meine Zähne dreimal täglich. Nach dem Frühstück, nach dem Mittagessen und kurz nach dem Abendbrot vor dem Zubettgehen.

 

„Wie gehen Sie beim Zähneputzen vor?

Ich schrubbe zuerst die Zähne des Unterkiefers. Dabei gleite ich mit den Bürsten meiner Bürste erst über die Innenseite und dann über die Außenseite. Wenn ich das gemacht habe, knöpfe ich mir den oberen Teil meins Gebisses vor. Da passiert genau das gleiche. Erst innen, dann außen, systematisch von links nach rechts. Zum Schluss kreise ich etwa eine Minute über alle Backenzähne, wie es mir mein Zahnarzt neulich geraten hat. Dann spüle ich meine Zahnbürste aus und stelle sie zurück ins Glas. Um sicher zu gehen, dass ich auch ordentlich geputzt habe, prüfe ich meinen Mundraum in der Spiegeltüre. Habe ich jetzt noch Essensreste in den Zwischenräumen? Hängt mir noch irgendwas am Zahnfleisch? Wenn das der Fall ist, trenne ich ein immer gleich langes Stück Zahnseide aus dem Behälter ab und spanne den Faden zwischen die Zähne, wo der Schmutz steckt. Ich hake dabei richtig in den Zwischenräumen ein und vollführe ruckartige Bewegungen, in dem ich die Seide mit den Fingern umwickle und Hin und Her ziehe. Sind auch diese Essensreste entfernt, spüle ich mir den gesamten Mundraum mit einer Mundspülung von elmex aus. Ich kippe mir einen Deckel voll in den Mund, gurgle damit mehrmals und spucke die Flüssigkeit wieder aus. Diesen Ritus wiederhole ich dreimal, ehe ich das Waschbecken ausspüle und mich Zum Lesen ins Bett lege.“

„Haben Sie beim Zähneputzen manchmal Komplikationen?“
Es kommt vor, dass mir die Zahnseide zwischen den Zähne reißt, wenn mit zu viel Kraft ziehe. Dann werde  ich meist ziemlich unruhig und brauche mehrere Minuten um ein neues Stück Schnur einzuspannen.“

„Denken Sie, dass Sie Ihre Zähe richtig putzen? Sind Sie von Ihrer Technik überzeugt?“

„Ja, ich bin davon überzeugt. Früher hatte ich nie Probleme mit meinen Zähnen, bis ich vor zwei Jahren ein Loch links oben im hintersten Backenzahn hatte. Seither putze ich da extra gründlich, wie es mir mein Zahnarzt geraten hat.“

„Welche Zahnpaste benutzen Sie ?“

„Da fragen Sie mich was (schmunzelt verlegen). Ich glaube auch die von elmex, wie meine Zahnspülung.“

„Was halten Sie im allgemeinen vom Zähneputzen?“

Ich denke dass Hygiene insgesamt sehr wichtig ist, auch gerade die Mundpflege spielt eine große Rolle, da sie sehr regelmäßig betrieben werden muss. Ich gebe zu, dass ich mich dabei manchmal langweile, aber ich tue es für meine orale Gesundheit.“

Auch seine spanische Ehefrau ließen wir über ihre Putzgewohnheiten zu Wort kommen.

„Frau Dornengebüsch, wie oft putzen Sie Ihre Zähne?“

„Ich putze Sie einmal am Tag und zwar nach dem Abendessen.“

„Erachten Sie dieses eine Mal als ausreichend?“

„Nein, meine Zähne waren schon des Öfteren im Eimer. Ich würde sagen, dass ich meine Zähne insgesamt unzulänglich pflege und sie oftmals auch vernachlässige.“

„Wie oft hatten sie schon Probleme mit Ihren Zähnen?“

„Ich hatte bisher acht Löcher, die allesamt zu Kronen gekrönt wurde. In zwei von Ihnen, meine ersten die kaputt waren, habe ich jetzt Amalgamen. „

„sind sie mit Ihrem Putzverhalten zufrieden?“

„Ich nehme mir tatsächlich oft vor, meine Zähne besser, gründlicher, länger und regelmäßiger zu pflegen. Zudem kommen mir beim Putzen meine Konzentrationsstörungen in die Quere.“

„Was halten Sie im allgemeinen vom Zähneputzen? Fällt es Ihnen manchmal schwer?“

„Die Zahnpflege kostet mir tatsächlich immer einiges an Überwindung. Ich hasse die Zahnpflege einfach, will aber andererseits auch nicht auf meinen Kiefer verzichten.“

„Haben Sie Angst vor dem Zahnarzt?“

„Ich scheue mich nochdavor, meinen Mundraum beim Dentisten zu präsentieren. Ich weiß, dass dies eine verbreitete psychische Störung ist, an der ich aber glücklicherweise nicht leide.“

Die Unterschiede zwischen dem Ehepaar sind groß, was aber keineswegs ungewöhnlich ist, wie uns Lars Kuhfürst, Dentaldozent an der Uni Koblenz. „Menschen die zusammen wohnen haben nur selten ähnliche Putzstile.

Auch die beiden Bälger, Laya und Thorsten haben wir befragt.

„Laya, wie oft putzt du deine Zähne?“

„Ich mache das hobbymässig. Da ich ohnehin kaum nasche, hatte ich auch noch nie kaputte Zähne. Oralpflege ist für mich etwas Alltägliches. Ich mache es insgesamt dreimal am Tag. Ich bin auch die Einzige in der Familie, der das Zähneputzen leicht fällt.“

„Hast du dabei einen gleichbleibenden Ablauf?“

„Nein, ich bin kein Gewohnheitsmensch und putze jedes Mal anders. Einmal Fang ich unten an, ein anderes mal oben. Beim einen Mal putze ich mit Paste, ein anderes Mal benutz ich keine. Vielleicht würde es mir andernfalls dabei langweilig werden.“

„Wie würdest du deine orale Gesundheit einschätzen?“

„Mein Mund ist gesund. Schon nur weil es sich reimt (lacht). Wenn ich weiterhin so putze wie bisher, habe ich dabei auch keine Bedenken, wie mir auch mein Zahnarzt gesagt hat.

„Du hast vorhin gesagt, das Zähneputzen wäre für dich wie ein Hobby. Hegst du dentalhygienische Leidenschaften?“

„Das ist tatsächlich so. Ich träume davon, Zahnärztin zu werden. Mir gefällt das menschliche Gebiss, der Kiefer, der Rachen, die Zunge und alles was dazugehört. Ich habe schon mehrere Bücher darüber gelesen. Es ist fast so etwas wie mein Spezialinteresse.“ » Mehr Tipps